Zusammenfassung

  • Route: Bahnhof Fribourg – Altstadt: Pont de Berne – Kleinschönberg (Tafers) – Schlucht der Gotteron (Galterengraben) – Ameismühle – Schürmatt – mit Bus von Tasberg / St. Ursen zurück nach Fribourg
  • Dauer: 2 bis 3 Stunden
  • Weitere Variante: Wanderung Galterntal

herbst in fribourg

Frische Luft, herbstliche Farben

In der Schweiz ist es definitiv Herbst. Ok, diese Info ist für euch nicht neu, für mich aber schon eher.

Die Bäume weisen deutlich weniger Blätter auf, dafür sind die verbleibenden wunderschön gelblich bis rotbräunlich gefärbt. Die kühle Lufttemperatur – insbesondere im Vergleich zu meinem Aufenthalt in Myanmar – zwingt mich meine Winterjacke aus dem Keller hervorzuholen und die Wollmütze über die Ohren zu ziehen.

Die warmen, schönen Herbsttage im Oktober in der Schweiz habe ich definitiv verpasst. Nun will ich zumindest die grauen, nebligen Novembertage an der frischen Luft geniessen. Denn auch diese haben ihren Charme. Und genau dafür nehme ich den Zug nach Fribourg.

Die Basse Ville – der historische Stadtteil von Fribourg

Die Stadt Fribourg, eine Zähringerstadt in der Romandie, liegt nur 20 Minuten Zugfahrt von Bern entfernt. Eine schöne Stadt aus dem Mittelalter, die zum erholsamen Schlendern einlädt.

Ich mag die Stadt Fribourg sehr, auch wegen ihrer Ähnlichkeit zur Stadt Bern. Die mittelalterliche Innenstadt verspührt eine gewisse Gemütichkeit, bei der ich mich einfach wohlfühle. Auch hier thront das Münster, die Cathédrale de Fribourg, über die Altstadt. Zudem laden nette Cafés, Restaurants und Boutiques in der westschweizer Universitätenstadt zum Verweilen ein.

Und was in Bern das Mattequartier ist, ist in Fribourg die Basse Ville. Die Unterstadt ist die ursprüngliche Altstadt von Fribourg, mit Überreste der Stadtmauer, Kirchen, Brunnen und Brücken.

Während der Kanton offiziell zweisprachig ist, spricht die Bevölkerung in der Stadt vorwiegend Französisch. Doch in der Unterstadt herrscht eine eigene Kultur: das sogenannten „Bolze“. Dessen Sprache ist eine Mischung aus dem Französischen und Deutsch, und das tönt ziemlich eigenartig.

Galterengraben: Entlang dem Gottéron zur Ameismühle

In der Basse Ville von Fribourg befindet sich der eigentliche Start meines Spaziergangs. Nach der Überquerung der altwürdigen Berner Brücke (Pont de Berne) biege ich nach links ab, um dann entlang der ehemaligen Stadtmauer den ersten kleinen Aufstieg zu nehmen. Von hier aus geniesse ich eine wunderbare erste Aussicht über die Altstadt von Fribourg, mit der 74 Meter hohen Kathedrale als Hauptmerkmal.

Weiter geht es Richtung Quartier Schönenberg, den Wanderweg-Wegweiser entlang bis in die Gemeinde Tafers – um so die urbane Umgebung möglichst rasch zu verlassen. Landwirtschaftliche Felder und wunderschön gefärbte Bäume sind mir nämlich sympathischer als neugebaute Villen mit Swimming Pool im Garten.

So gelangt man in einen Wald, mit dem Abstieg in die Gorges du Gottéron – zu Deutsch der Galterengraben. Durch das nasse Laub ist der Wanderweg durchaus rutschig, doch die Wege sind insgesamt noch gut begehbar. Die wilde und natürlich gehaltene Schlucht ist im Winter wegen Stein- oder Eisschlag jedoch regelmässig geschlossen; in diesem Fall folgt man am Besten den markierten Weg „Rund um den Galterengraben“.

Während dem Spaziergang im herbstlichen Paradies gibt es immer wieder kleinere Auf- und Abstiege über Treppen und Brücken. Auch lauschige Picknick-Plätze sind vorhanden, so man diesen Ausflug auch gut mit Kindern unternehmen kann.

Der Wanderweg ist insgesamt sehr schön angelegt, und verfolgt bis zur Ameismühle schön dem Wasserverlauf des Gottérons. Viel Wasser hat dieser nicht mehr vorzuweisen. Scheinbar hattet ihr hier in der Schweiz bisher einen ziemlich trockenen Herbst.

Rückweg nach Fribourg

Die Ameismühle ist der Endpunkt des Rundwegs: Von hier biegt man Richtung Schürmatt ab, eine kleine Bauernhof-Siedlung. Wer weiter spazieren will, läuft hier Richtung Bürglen, Lorette und dann hinunter zurück in die Fribourger Basse Ville. Dies würde ab hier noch etwa eine gute Stunde dauern.

Ich nehme bei der Hauptstrasse an der Station „Tasberg / St.Ursen“ den Bus zurück in die Stadt Fribourg. Aber Achtung: Dieser Bus fährt am Wochenende nur einmal stündlich.

Zurück in der Fussgängerzone der Innenstadt schlendere ich noch in zwei drei Geschäfte, genehme mir ein leckeres lokales Bier im Biercafé „Les Trentenaires“ und hole mir in einer Molkerei ein leckeres Fondue für mein Nachtessen.

Was man halt so alles macht, an einem Samstag in der Stadt Fribourg.

 


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Zusammenfassung
Herbstspaziergang von Fribourg zur Ameismühle
Titel
Herbstspaziergang von Fribourg zur Ameismühle
Beschreibung
Ein Spaziergang durch den Schweizer Herbst, mit einem netten Aufenthalt in der mittelalterlichen Stadt Fribourg: Das bietet die kleine Wanderung zur Ameismühle.
Autor
Webseite
phototraveler.ch

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