Wanderung auf den Grossen Mythen:
Mystische Aussicht auf 5 Seen

Endlich einmal das Wahrzeichen des Kantons Schwyz besteigen: Die Wanderung von Brunni-Alpthal - Holzegg - Grossen Mythen ist ein wahres Highlight in der Zentralschweiz. Die Anstrengung wird von einer grandiosen Aussicht belohnt.

Zusammenfassung

Anreise: Zürich – Wädenswil – Einsiedeln – Brunni Talstation LBH

Wanderung: Brunni-Alpthal – Holzegg – Grossen Mythen

Karten / GPS: **wanderungen.ch**

Höhenunterschied: 800 Höhenmeter

Dauer: weniger als 3 Stunden

Schwierigkeit: T3 (heikel)

Alternative: Seilbahn zwischen Brunni & Holzegg, Wanderung dauert dann ca. 2 Stunden

Anreise: Mit dem Zug von Bern nach Brunni-Alpthal

Dieser Sonntagsausflug beginnt für den Stadtberner in den frühen Stunden: Der Wecker klingelt bereits vor 06:00 Uhr, da der Zug nach Zürich um 06:32 Uhr die Bundesstadt verlässt. Nach einer kurzweiligen Reise von etwa 2,5 Stunden, über Wädenswil und Einsiedeln, kommt man zum Startpunkt der Wanderung bei der Talstation Brunni an.

Voller Vorfreude, starte ich diesen Wandertag: Endlich geht es los, endlich messe ich mich mit diesem Mythenweg. Vieles habe ich von dieser Höhenwanderung schon gehört: Relativ kurz aber dafür umso schmerzvoll sei er, der Schwierigkeitsgrad T3 komme nicht von ungefähr, man soll besser trittsicher und schwindelfrei sein. Andere wiederum meinten, dass sie vom Aufstieg nicht mehr viel wissen – die Aussicht vom Grossen Mythen auf die umliegende Region, hätten jegliche Strapazen wieder wettgemacht und somit allfällige Schmerzen in die Vergessenheit geschickt.

Gewarnt bin ich also. Und gespannt ebenfalls, ob dieser mythische Weg seinem Ruf gerecht wird – oder ich einfach zuviel erwarten werde.

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Aufstieg auf die Holzegg

Der Ausgangspunkt für den Aufstieg auf den Grossen Mythen liegt an der Talstation LBH in Brunni, auf 1‘100 m über Meer.  Der erste Streckenteil von Brunni auf die Holzegg (1‘405 m.ü.M.) verläuft über schöne, grünsaftige Weiden und durch nette Waldstücke. Dieser Streckenteil könnte man überspringen, wenn man an der Talstation die Seilbahn nehmen würde – auf Grund von den Coronamassnahmen ist das aber frühenstens erst ab 08. Juni wieder möglich.

Der Mythenweg mit 47 Kehren

Der eigentliche Mythenweg beginnt auf der Holzegg. Der Weg von hier bis auf den Grossen Mythen ist rund 2‘400 m lang und exisitiert schon seit dem Jahr 1864.  Der Wanderweg ist schlangenförmig und führt über 47 Kehren zum Ziel. Für die Besteigung des Weges ist durchaus gutes Schuhwerk erforderlich, und wer Erfahrungen im Bergsteigen hat, ist klar im Vorteil: Der T3 Wanderweg erfordert Trittsicherheit, und meine schwindelfreie Ader wurde mehrmals gefordert. Dennoch ist der Weg – auch dank der Optimierung und Entschärfung von heiklen Passagen – sehr gut gesichert und ziemlich gefahrenlos. Vorsicht ist aber wie überall in den Bergen geboten, wenn das Wetter rasch umschlägt und / oder die Wanderwege nass und rutschig sind. Aber sind wir ehrlich und weniger enthusiastisch: Der Aufstieg über den 47 Kehren ist für ein Städter wie mich durchaus streng. Auch wenn die Felsenlandschaft durchaus seinen Reiz hat: Von der Holzegg bis auf den Gipfeln sucht man erholsame flache Passagen vergebens. Immerhin sind die Kehren nummeriert, so kann man seinen persönlichen Fortschritt stetig beobachten. Es ist ein qualvoller Aufstieg, der etwa 2 Stunden dauert – je nach dem, wie lang man sich auf dem Steinbänkli bei der Kehre 29 eine Auszeit gönnt.

Der Grosse Mythen – eine Majestät in der Zentralschweiz

Der Grosse Mythen ist auf 1899 m über Meer eine wahre Majestät in der ganzen Region: Der freistehende Berg bietet eine fantastische Aussicht auf die Glarner und Urner Alpen, zum Vierwaldstättersee und ins Urnerland. Kein Wunder ist der Grosse Mythen das Highlight im Kanton Schwyz und eine beliebte Wanderung in der Zentralschweiz für etwa 40‘000 Personen im Jahr: Die Aussicht von da ist einfach atemberaubend. Von hier aus erblickt man den Ägerisee, Vierwaldstättersee, Lauerzersee, Urnersee und Zugersee.

Zudem befindet sich auf dem Grossen Mythen ein nettes Bergrestaurant. Das 1991 erbaute Mythenhaus ersetzte ein ehemaliges, 1866 errichtete Berghaus. Das Restaurant ist jeweils ab Mitte Mai geöffnet und wird mittels Helikopter versorgt. Gönn Dir hier einen Nussgipfel – diese Belohnung hast Du Dir nach dem Aufstieg verdient.

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