Zugersee Sonnenuntergang

Bildgestaltung: Aus den klassischen Fotoregeln lernen

Bildaufbau, Komposition, Motivwahl, Kreativität, Bildstil, Farbgestaltung...das sind alles Stichwörter zum Thema der Bildgestaltung. Ein komplexes Thema kompakt zusammengefasst.  

Bildaufbau, Komposition, Motivwahl, Kreativit√§t, Fotoregeln, Bildstil, Farbgestaltung, Horizontlage – das sind alles Stichw√∂rter zum Thema der Bildgestaltung. Mit diesem Beitrag versuche ich, ein komplexes Thema kompakt zusammen zu fassen. Um dann alles √ľber Bord zu werfen.

Bildkomposition: Was macht ein gutes Bild aus?

Die Frage aller Fotofragen ist: „Was macht ein gutes Bild aus?“

Die Antwort darauf ist relativ simpel: Das ist Geschmacksache.

Dennoch findet man zu diesem Thema viele dicke B√ľcher, tausende Webseiten und etliche kontrovers gef√ľhrte Diskussionen. Es gibt dutzende von Fotoregeln und Ratschl√§ge f√ľr erfolgsversprechende Bildkompositionen. Kein Wunder: Die Frage nach dem bestm√∂glichen Bildaufbau ist eigentlich der erste Schritt bei jeder Aufnahme eines Fotos. Daher lohnt es sich auch f√ľr Laien, sich Gedanken zum Thema der Bildgestaltung zu machen.

Fotos ohne solche vorg√§ngigen √úberlegungen, ohne Inszenierungen, nennt man auch Schnappsch√ľsse. Und seien wir ehrlich: Das Ergebnis von den meisten Schnappsch√ľssen sind fade, langweilig und entt√§uschend. Das Foto wirkt ganz anders als man die Situation gesehen und erlebt hat, flach, ausdruckslos, zweidimensional ohne Raum. Nat√ľrlich gibt es auch tolle Schnappsch√ľsse. Und es gibt auch etliche Fotografen, die der Meinung sind, Fotoregeln sind sowieso nur zum Brechen da. Und diese Meinung teile ich eigentlich auch – dies will ich gar nicht abstreiten.

Dennoch geben Dir die klassischen Fotoregeln informative Hinweise daf√ľr, welche Massnahmen f√ľr Bildkompositionen gut funktionieren k√∂nnten, und welche √ľberhaupt nicht. Ein durchdachtes, inszeniertes Bild wirkt nunmal spannender, interessanter. Daher erlaube auch ich mir, eine Zusammenstellung und meinen Senf zum Thema zu geben. Mit diesen einfachen Tipps & Tricks, Hintergrundinformationen und Hinweise k√∂nnen Deine Bilder attraktiver werden. Sogar wenn Du jegliche Regeln brichst.

Sonnenuntergang Zugersee

Motive: Hauptmotive & Nebenmotive

Ein Foto ist ein Abbild eines Ausschnittes der Realität. Welchen Ausschnitt gewählt wird, und somit welches Motiv abgebildet werden soll, liegt in der Macht des Fotografen. Wer ein Foto abknipst, entscheidet im Vorfeld welches Motiv in welchem Licht dargestellt werden soll.

Die klassische Photographie sieht vor, dass in jedem Photo ein Motiv vorhanden ist. Und das Motiv erh√§lt auf dem Bild die gr√∂sste Aufmerksamkeit der Betrachter. Es ist daher wichtig, das Motiv so zu platzieren, dass er als Blickfang wirkt. Es k√∂nnen selbstverst√§ndlich auch mehrere Motive auf einem Bild vorkommen; jene mit der gr√∂ssten Bedeutung f√ľr das Foto ist das Hauptmotiv, die anderen entsprechend die Nebenmotive.

Es empfiehlt sich auch, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, und dieses Motiv daf√ľr richtig gut ins Licht zu r√ľcken. Sogenannte √úbersichtfotos sind wahre Wimmelbilder, mit vielen verschiedenen Motiven, so dass das Auge des Betrachters schlussendlich die √úbersicht verliert. Sie bestehen aus hunderten Einzelheiten, die zwar einen Gesamteindruck vermitteln, aber schlussendlich nichts mehr als¬† verwirrend wirken.

Vorsicht vor st√∂renden Elemente, welche die Aufmerksamkeit auf das Motiv tr√ľben k√∂nnten. Vielleicht ist es sinnvoll zu pr√ľfen, ob das Motiv von einer anderen Position nicht doch eher besser wirken w√ľrde? Auch ein unruhiger Hintergrund kann die Aufmerksamkeit vom Motiv wegnehmen.

 

Der Bildaufbau mit Vordergrund, Mittelgrund & Hintergrund

Um die r√§umliche Tiefe auf einem Foto zu gew√§hrleisten, kann man ein Foto in Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund unterteilen. Dies ist insbesondere in der Landschaftsfotografie hilfsreich – aber auch in anderen Bereichen der Fotografie. Das Motiv selber kann sich theoretisch √ľberall befinden; in der Regel wird es aber eher im vorderen Bereich des Fotos auftreten – somit im Vordergrund.

Eine geordnete Aufnahme hat ziemlich klar voneinander abgegrenzte Bereiche: Der Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund k√∂nnen klar unterschieden werden. Ist der Hintergrund f√ľr das Gesamtbild eher unwichtig, zum Beispiel bei der Portraitfotografie, dann sollter dieser so dezent wie m√∂glich gehalten werden.

 

Proportionen: Goldenen Schnitt & Drittelregel

Wird ein Motiv doch nicht fl√§chenf√ľllend abgebildet, so stellt sich die Frage, wo man dieses auf dem Foto positionieren will.

Die Mitte eines Bildes wirkt als der zentrale und wichtigste Teil eines Werkes, die formale Strenge und die Symmetrie des Motivs werden so stärker betont. Es gibt durchaus Situationen, in der die Mitte sogar empfehlenswert ist Рdoch insgesamt wird man Dir dies abraten. Ein Foto mit mittig platziertem Motiv wirkt meist langweilig.

 

Goldenen Schnitt (Quelle: Wikipedia)

 

In der Kunst werden Motive daher gerne im Goldenen Schnitt abgebildet. Bilder in diesem Verh√§ltnis wirken meist harmonisch. Der Goldene Schnitt ist ein Teilungsverh√§ltnis aus dem alten Griechenland, insbesondere in der Architektur und Erstellung von geometrischen Formen. Mathematisch ausgedr√ľckt wird beim Goldenen Schnitt eine Strecke in zwei Teile (a & b) geteilt, so dass die Gleichung (a/b) = (a + b)/a gilt. Dies macht ein L√§ngeverh√§ltnis von etwa 62:38 – abgerundet entspricht es der Drittelregel, also einem Verh√§ltnis von 3:2.

Auf die Fotografie umgem√ľnzt bedeutet dies, dass man ein Bild einfach gleichm√§ssig in drei Teile teilen kann und das Motiv auf einer dieser Teilungslinien platzieren kann. Einige Kameras bieten Dir sogar die M√∂glichkeit an, Hilfslinien als Gitternetz einzublenden, die diesem Verh√§ltnis entsprechen. Das kann bei der Bildkomposition eine angenehme Hilfe sein.

Guggenheim Museum Bilbao

 

Licht: Beleuchtung & Schatten

Licht und Schatten. Ein wesentlicher, nat√ľrlicher Bestandteil unserer Welt – und h√§ufig eine grosse Herausforderung in der Fotografie.

Fotografiert man mit der Sonne im R√ľcken, hat man Vorderlicht und die Farben wirken kr√§ftig und neutral. Doch die Schatten fallen dabei alle in die gleiche Richtung, das Motiv ist ausgeleuchtet und wirkt unnat√ľrlich platt, ohne R√§umlichkeit.

Im Seitenlicht verlaufen die Schatten zur Seite, werden schräg hinter das Motiv fallen, und erzeugen dadurch Räumlichkeit. Das Bild wird kontrastreich, es wirkt spannend.

Von Streiflicht spricht man, wenn das Licht direkt von der Seite auf das Motiv f√§llt (im ca. 90¬į Winkel). Streiflicht ist super um Konturen darzustellen, um das Motiv m√∂glichst plastisch darzustellen.

Hat man die Lichtquelle genau vor sich, spricht man von Aufnahmen im Gegenlicht. Dabei entstehen die gr√∂ssten Kontraste, gleichzeitig verlieren die Farben an St√§rke. Gegenlicht ist sicher nicht ideal f√ľr eine realit√§tsnahe Abbildung von einem Motiv, dennoch k√∂nnen dabei sehr spannende Resultate entstehen: Die Spielerei mit dem Lichteinfall vermitteln den Aufnahmen einen k√ľnstlerischen Touch.

Nicht nur die Lichtrichtung, sondern auch die Lichth√∂he hat einen grossen Einfluss auf das Resultat. W√§hrend dem Tag hat man durch nat√ľrliche Umst√§nde vorwiegend Oberlicht von der Sonne her. Durch Reflektoren oder k√ľnstlichem Licht kann nat√ľrlich auch Unterlicht erzeugt werden.

 


Informationen zum Thema Sch√§rfe / Unsch√§rfe findest Du im Artikel „Unscharfe Fotos: 15 Tipps gegen verschwommene Bilder


 

Die verschiedenen Perspektiven

Welchen Blickwinkel man w√§hlt, um ein Foto aufzunehmen, nennt men Perspektive. Somit ist die Perspektive vom Standort des Fotografen abh√§ngig, resp. vom genauen Standort der Kamera. √Ąndert man die Ausrichtung der Kamera, nach links, reckts, unten oder oben, so √§ndert sich automatisch auch die Perspektive. Und die Perspektive zu √§ndern f√ľhrt zu einer enormen Vielzahl an M√∂glichkeiten, wie man jetzt ein Motiv ablichten will.

Es gibt verschiedene grob definierten Perspektiven:

  • Zentralperspektive; auf Augenh√∂he des Fotografen und gerade gehaltene Kamera
  • Froschperspektive; von unten nach oben, Kamera hat einen relativen steilen Winkel. Ideal f√ľr die Darstellung von Gr√∂sse.
  • Vogelperspektive; von oben nach unten, Kamera ist ebenfalls in einem steilen Winkel gerichtet. Wirkung von Luftbilder mit grosser Weitsicht.
  • Farbperspektive; dabei f√ľhren Farben zu Tiefe und r√§umliche Wirkung. Insbesondere wenn warme Farbt√∂ne (rot, gelb, orange) im Vordergrund dominieren, und im Hintergrund eher k√§ltere T√∂ne (blau, gr√ľn,…)

 

Fosteritos Bilbao

 

Linien, Formen & Geometrie

Das menschliche Auge erkennt Bilder in Strukturen und Muster. Ein ideales Mittel um Struktur in ein Foto zu bringen, sind die sogenannten f√ľhrenden Linien resp. Fluchtlinien, wie Diagonale oder Hauptlinien. Es ist besonders vorteilhaft, wenn solche Linien zum Hauptmotiv f√ľhren, resp. vom Hauptmotiv weg f√ľhren. Durch diese Linearperspektive entsteht R√§mulichkeit. Als Beispiel von solchen Linien nenne ich mal Strassen, Mauern, Hausd√§cher, B√§ume, Kabelleitungen. Es gibt aber auch durchsichtige Linien, zum Beispiel die Blickrichtung einer Person oder Schattenw√ľrfe.

Solche Linien, sowohl waagrechte wie auch senkrechte, sind praktisch f√ľr eine Bildunterteilung. Im Idealfall wird ein Bild so im Verh√§ltnis des Goldenen Schnitts in verschiedene Bereiche aufgeteilt.

Besondere Wirkung auf ein Foto haben dabei die Diagonalen. Diese f√ľhren das Auge des Betrachters in die Tiefe des Bildes. Solche Diagnoale k√∂nnen einfach durch einen leichten Perspektivwechsel erzeugt werden. Durch dieses seitliche Abbilden von Motiven werden zudem auch die Strukturen deutlicher. Man unterscheidet zwei Tpyen von Diagonalen: Die aufsteigenden Diagonalen verlaufen von links unten nach rechts oben; die absteigenden Diagonalen entsprechend von links oben nach rechts unten. Je geringer die Brennweite des Objektivs ist, umseo gr√∂sser wird die Wirkung der Diagonalen: In der Weitwinkel-Fotografie ergibt sich so einen besonders starken r√§umlichen Effekt.

Aber auch andere Formen der Geometrie vermitteln einen gewissen Ausdruck in ein Bild. Kreise oder geschwungene Linien bringen einen harmonischen Touch in ein Foto. Interessant wird dabei auch die Kombination von verschiedenen geometrischen Formen, wenn Diagonale mit kreisrunden und eckigen Formen abgebildet werden.

 

Konturen, Kontraste, Struktur & Schärfe

Ein weiteres Gestaltungsmittel der Bildkunst sind die Konturen, die Umrisse eines Bildelements. Die Konturen entstehen bei der Aufnahme in der Regel automatisch. Objekte mit scharfen Kanten und Farb√ľberg√§nge haben scharfe Konturen, mit klaren Abgrenzungen zu ihrem Umfeld. Starke Konturen f√ľhren zu einem konstrastreichen Bild.

Strukturen wiederum sind Muster innerhalb eines Bildelements, die ebenso f√ľr Tiefe, R√§umlichkeit und Kontrast sorgen. Besonders hervorgehoben werden Strukturen, wenn das Licht von der Seite her auf ein Element f√§llt. Allf√§llig hartes Licht verst√§rkt diesen Effekt, weiches Licht hingegen lassen die Strukturen allm√§llich verblassen.

Auch die Sch√§rfe resp. bewusst eingefangene Unsch√§rfe haucht¬†Leben in das Foto ein: Ein gestochen scharfes Bild l√§sst auf dem Bild gewisse Details erkennen, die man sonst kaum wahrnimmt. Durch das Spiel der Blende√∂ffnungen – auch Bokeh-Effekt genannt – kann ein scharfes Motiv von einem unscharfen Hintergrund hervorgehoben werden.¬†Andersum kann man – wenn man es denn auch bewusst so will – die Bewegung eines fahrenden Zugs oder eines springenden Kindes durch Unsch√§rfe dem Betrachter noch besser r√ľberbringen.

 

Stimmung erzeugen durch Farbe

Durch die Farbwahl kann man ein Bild beleben oder beruhigen – durch Farbe bringt man Stimmung in ein Foto. Bei der Aufnahme selber hat man kaum Einfluss auf die Farben des gew√§hlten Bildausschnittes, und dennoch lohnt es sich, bei der Suche nach Motiven sich auf die Farben zu achten. Verschiedene T√∂ne einer gleichen Farbe (z.B. verschiedene Blaut√∂ne im Meer) l√§sst ein Bild ruhig und harmonisch wirken. Ein Spiel zwischen den Komplement√§rfarben (z.B. gr√ľn & rot) wiederum l√§sst ein Foto kontrastreich, spannend und intensiv wirken.

Doch Farbe bringt auch R√§umlichkeit und l√§sst Strukturen √ľberhaupt sichtbar machen. Eine Birne zum Beispiel, die nur in genau einer Farbe dargestellt wird, wirkt¬† zweidimensional. Erst durch Farb√ľberg√§nge, die durch die Beleuchtung und Schatten der Birne auftreten, erh√§lt sie ihre Kurven und wirkt plastisch, 3-dimensional.

Der Verzicht auf Farbe kann auch als ganz bewusstes Stilmittel gew√§hlt werden. Die Schwarz-weiss-Fotografie erlebt zurzeit ein richtiges Revival – auch zu Recht, meiner Meinung nach. Durch die schwarzweiss Aufnahme wird der Betrachter von den Farben nicht abgelenkt, das ganze Bild besteht prim√§r aus Linien, Formen, Kontraste und Strukturen des Motivs. Dies ist insbesondere in der abstrakten Fotografie von grossem Vorteil. Auch farblich misslungene Aufnahmen k√∂nnen durch das √úberf√ľhren in Grauwertbilder zu richtig tollen Fotos werden.

 

Das richtige Bildformat

Ein Foto ist ein gew√§hlter Ausschnitt der wahrgenommenen Realit√§t. Der entsprechende Ausschnitt kann jedoch in verschiedenen Bildformate aufgenommen werden, und entsprechend wirkt das Bild auch unterschiedlich je nach Format auf den Betrachter. Das Bildformat ist sozusagen die B√ľhne f√ľr das Foto.

F√ľr Fotos mit einem breiten Motiv, einem langen zu betonendem Horizont, eignet sich das Querformat. Hier lassen sich auch Richtung und Bewegung gut gestalten. Ebenfalls kann man im Querformat ganz bewusst Leerraum im Bild erscheinen lassen, um das Motiv besser ins Licht zu r√ľcken.

Das klassische Bildformat f√ľr die Portraitfotografie ist das Hochformat. Vertikale Linien und Fl√§chen werden durch dieses Hochformat betont, es entsteht ein deutliches Gef√ľhl von oben und unten. Dieses Gef√ľhl wird gesteigert, wenn der Bildhorizont bewusst sehr hoch oder sehr tief angesetzt wird.

Im Zeitalter von Instagram ist auch das quadratische Bildformat immer wie beliebter geworden. Durch die gleichlangen Seiten wird dabei keine räumlich Dimension wirklich betont, sondern das Bildobjekt steht im Zentrum des Geschehen: Struktur, Kontraste, Farbe, Form.

Exzessive Seitenverh√§ltnisse, wie zum Beispiel bei einem 16:9 Panoramaformat, bietet eine scheinbare Gesamtansicht. Diese Funktion der √úbersicht ist insbesondere f√ľr Landschaftsaufnahmen von grossem Vorteil, da dem Betrachter dank dem gr√∂sseren Bildwinkel das Gef√ľhl von grosser Weite vermittelt wird.

 

Horizontlage

Einsteiger in der Fotografie neigen dazu, den Horizont eines Bildes stets in der Bildmitte zu legen. Dieser mittiger Horizont kann je nach Situation durchaus angebracht sein Рzum Beispiel wenn sich Berge in einem Bergsee spiegeln.

Doch wie bei der Drittelregel bereits gelernt, wirkt ein Bild durchaus interessanter, wenn man die Bildunterteilung etwas von der Mitte weg bringt. Bei einem hohen Horizont wird somit die Linie im oberen 2/3 Bereich des Bildes platziert. Man spricht entsprechend von einem tiefen Horizont, wenn dieser auf der unteren waagrechten Linie der Drittel-Regel ausgerichtet wird.

 

Entwickle Deinen eigenen Bildstil

Die Bildgestaltung ist ein sehr kreativer und dadurch sehr spannender Prozess. Jeder Fotograf kann seine Vorlieben hineinfliessen lassen, sei es im Bildaufbau, in der Wahl der Beleuchtung oder beim Vermitteln einer bestimmten Stimmung. Jedermann und jederfrau bildet sich im Verlauf der Zeit einen eigenen Bildstil, mit starkem individuellen Charakter – und dieser Bildstil entwickelt sich im Verlauf der Zeit auch immer weiter.

Genau das finde ich das Spannende an der Fotografie: Das Resultat ist eine pers√∂nliche Ausdrucksform des Erlebten, und jeder ist frei, wie man ein gew√ľnschtes Foto am besten gestaltet. Alle erw√§hnten Regeln dienen mir als Hilfsmittel, als Hintergrundinformation, als Wissen welche Massnahmen wie wirken k√∂nnten – und dennoch bin ich ein grosser Anh√§nger davon, die Regeln regelm√§ssig zu brechen. Um so auch einen eigenen Bildstil zu erlernen.

√úbung macht den Meister. Daher: Lasst uns weiterhin √ľben!

 

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