Markthalle Bilbao

Bildgestaltung: Was kann ich aus den klassischen Fotoregeln lernen?

Bildaufbau, Komposition, Motivwahl, Kreativität, Bildstil, Farbgestaltung...das sind alles Stichwörter zum Thema der Bildgestaltung. Ein komplexes Thema kompakt zusammengefasst.  (Überarbeitet im März 2021)

Bildkomposition: Was macht ein gutes Bild aus?

Die Frage aller Fotofragen ist: „Was macht ein gutes Bild aus?“ Die Frage nach dem bestmöglichen Bildaufbau ist eigentlich der erste Schritt bei jeder Aufnahme eines Fotos.

Die einfachste Antwort auf die Frage ist relativ dumm & simpel: Was ein gutes Bild ausmacht, ist schlussendlich Geschmacksache.

Dennoch findet man zu diesem Thema viele dicke Bücher, tausende Webseiten und etliche kontroverse Diskussionen. Es gibt dutzende Fotoregeln und Ratschläge für erfolgsversprechende Bildkompositionen.

Und es lohnt es sich auch für Laien, Hobbyfotografen und Professionelle sich immer wieder Gedanken zum Thema der Bildgestaltung zu machen. Durch Analyse und Planung kann man aus seinen Fehlern lernen, Fortschritte erzielen und seinen eigenen Stil weiterentwickeln.

Und genau aus diesem Grund, habe ich mich entschieden, diesen Text zu schreiben – und Dir meine Tipps & Tricks zu folgenden Themen nieder zu schreiben:

 

Alltag in der Stadt Mandalay
Ein Schnappschuss aus Mandalay, Myanmar

Schnappschüsse – Bilder ohne Planung

Fotos ohne vorgängigen Überlegungen, ohne Inszenierungen, nennt man Schnappschüsse. Solche Bilder werden spontan erzeugt, und setzen sich meist mit dem Alltag auseinander.

Das Ergebnis von den allermeisten Schnappschüssen sind eher fade und enttäuschend; publiziert werden nur die glücklichen Erfolge, die sogenannten „gelungenen Schnappschüsse“. Wenn man ehrlich ist, sind diese quantitativ betrachtet, deutlich in der Minderheit – aus gefühlt tausenden Schnappschüssen, sind nur wenige wirklich Wert diese mit anderen zu teilen.

Kein Wunder, das Foto wurde ja auch nicht geplant, nicht komponiert. Leider wirken Schnappschüsse oft ganz anders als man die Situation erlebt hat, eher ausdruckslos, ohne Raumgefühl.

Ich will jedoch die Schnappschussfotografie nicht (nur) schlecht reden; zum Beispiel in der Streetfotografie oder im Fotojournalismus kann diese Angehensweise sehr interessant und erfolgsversprechend sein. Aber Schnappschüsse sind das Gegenteil von inszenierten, geplanten Bildkompositionen und missachten ganz bewusst die klassischen Fotoregeln.

 

Legzira Strand in Marokko
Ein Hauptmotiv am Legzira Beach, in Marokko

Die Auswahl der Motive – das Zusammenspiel der Haupt- & Nebenmotive

Ein Foto ist ein Abbild eines bestimmten Ausschnittes der Realität, an einem gewissen Zeitpunkt.

Welchen Ausschnitt gewählt wird, und somit welches Motiv abgebildet wird, liegt in der Macht des Fotografen.

Wer ein Foto abknipst, entscheidet im Vorfeld welches Motiv in welchem Licht dargestellt werden soll.

Die klassische Fotografie sieht vor, dass in jedem Foto ein Motiv vorhanden ist. Und das Motiv erhält auf dem Bild die grösste Aufmerksamkeit der Betrachter. Es ist daher wichtig, das Motiv so zu platzieren, dass er als Blickfang wirkt.

Es können selbstverständlich auf einem Bild auch mehrere Motive vorkommen: Jene mit der grössten Bedeutung für das Foto ist das Hauptmotiv, die anderen die Nebenmotive.

Es empfiehlt sich auch, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, und dieses Motiv dafür richtig gut ins Licht zu rücken. Sogenannte Übersichtfotos sind wahre Wimmelbilder, mit vielen verschiedenen Motiven, so dass das Auge des Betrachters schlussendlich die Übersicht verliert.

Vorsicht vor störenden Elemente, welche die Aufmerksamkeit auf das Motiv trüben könnten. Vielleicht ist es sinnvoll zu prüfen, ob das Motiv von einer anderen Position nicht doch eher besser wirken würde? Und auch ein unruhiger Hintergrund kann die Aufmerksamkeit vom Motiv wegnehmen: Bei der Portraitfotografie zum Beispiel, wird empfohlen einen unauffälligen, weichen Hintergrund zu wählen.

 

Vordergrund, Mittelgrund, HIntergrund – Ein Beispiel vom Niederhorn, Schweiz.

Bildaufbau: Vordergrund, Mittelgrund & Hintergrund

Um die räumliche Tiefe auf einem Foto zu gewährleisten, kann man ein Foto in Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund unterteilen.

Dies ist insbesondere in der Landschaftsfotografie hilfsreich – aber auch in anderen Bereichen der Fotografie. Das Motiv selber kann sich theoretisch überall befinden; in der Regel wird es aber eher im vorderen Bereich des Fotos auftreten; also eher im Vordergrund.

Eine geordnete Aufnahme hat ziemlich klar voneinander abgegrenzte Bereiche: Der Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund können klar unterschieden werden. Ist der Hintergrund für das Gesamtbild eher unwichtig, zum Beispiel bei der Portraitfotografie, dann sollter dieser so dezent wie möglich gehalten werden.

 

Sunrise in Bagan
Eine Pagode von Bagan, Myanmar – in der Zwei-Drittel-Regel dargestellt.

Proportionen: Goldener Schnitt vs. Drittelregel

Wird ein Motiv doch nicht flächenfüllend abgebildet, so stellt sich die Frage, wo man dieses auf dem Foto positionieren will.

Die Mitte eines Bildes wirkt als der zentrale und wichtigste Teil eines Werkes, die formale Strenge und die Symmetrie des Motivs werden so stärker betont. Es gibt durchaus Situationen, in der die Mitte sogar empfehlenswert ist – doch insgesamt wird man Dir dies abraten. Ein Foto mit mittig platziertem Motiv wirkt meist langweilig.

 

Goldenen Schnitt (Quelle: Wikipedia)

 

In der Kunst werden Motive daher gerne im Goldenen Schnitt abgebildet. Bilder in diesem Verhältnis wirken auf das menschliche Auge meist harmonisch.

Der Goldene Schnitt ist ein Teilungsverhältnis aus dem alten Griechenland, insbesondere in der Architektur und Erstellung von geometrischen Formen zu beobachten. Mathematisch ausgedrückt wird beim Goldenen Schnitt eine Strecke in zwei Teile (a & b) geteilt, so dass die Gleichung (a/b) = (a + b)/a gilt. Dies macht ein Längenverhältnis von etwa 62:38 – abgerundet entspricht es der Drittelregel, also einem Verhältnis von 3:2.

Auf die Fotografie umgemünzt bedeutet dies, dass man ein Bild einfach gleichmässig in drei Teile teilen kann und das Motiv auf einer dieser Teilungslinien platzieren kann. Einige Kameras bieten Dir sogar die Möglichkeit an, Hilfslinien als Gitternetz einzublenden, die diesem Verhältnis entsprechen. Das kann bei der Bildkomposition eine angenehme Hilfe sein.

 

 

Guggenheim Museum Bilbao
Das Guggenheim-Museum in Bilbao, Spanien – im Sonnenlicht & Schattenspiel

Das Spiel mit dem Licht

Licht und Schatten. Ein wesentlicher, natürlicher Bestandteil unserer Welt – und häufig eine nette Herausforderung in der Fotografie.

Fotografiert man mit der Sonne im Rücken, hat man Vorderlicht und die Farben wirken kräftig und neutral. Doch die Schatten fallen dabei alle in die gleiche Richtung, das Motiv ist ausgeleuchtet und wirkt unnatürlich platt, nicht selten ohne Räumlichkeit.

Im Seitenlicht verlaufen die Schatten zur Seite, werden schräg hinter das Motiv fallen, und erzeugen dadurch Räumlichkeit. Das Bild wird kontrastreich, es wirkt eher spannend.

Von Streiflicht spricht man, wenn das Licht direkt von der Seite auf das Motiv fällt (im ca. 90° Winkel). Streiflicht ist idel um Konturen des Objekts darzustellen, um das Motiv möglichst plastisch darzustellen.

Hat man die Lichtquelle genau vor sich, spricht man von Aufnahmen im Gegenlicht. Dabei entstehen die grössten Kontraste, gleichzeitig verlieren die Farben an Stärke. Gegenlicht ist sicher nicht ideal für eine realitätsnahe Abbildung von einem Motiv, dennoch können dabei sehr spannende Resultate entstehen: Die Spielerei mit dem Lichteinfall vermitteln den Aufnahmen einen künstlerischen Touch.

Nicht nur die Lichtrichtung, sondern auch die Lichthöhe hat einen grossen Einfluss auf das Resultat. Während dem Tag hat man durch natürliche Umstände vorwiegend Oberlicht von der Sonne her. Durch Reflektoren oder künstlichem Licht kann natürlich auch Unterlicht erzeugt werden.

 

Die verschiedenen Perspektiven

Welchen Blickwinkel man wählt, um ein Foto aufzunehmen, nennt men Perspektive.

Somit ist die Perspektive vom Standort des Fotografen abhängig, resp. vom genauen Standort der Kamera. Ändert man die Ausrichtung der Kamera, nach links, reckts, unten oder oben, so ändert sich automatisch auch die Perspektive. Und die Perspektive zu ändern führt zu einer enormen Vielzahl an Möglichkeiten, wie man jetzt ein Motiv ablichten will.

Es gibt verschiedene grob definierten Perspektiven:

  • Zentralperspektive; auf Augenhöhe des Fotografen und gerade gehaltene Kamera
  • Froschperspektive; von unten nach oben, Kamera hat einen relativen steilen Winkel. Ideal für die Darstellung von Grösse.
  • Vogelperspektive; von oben nach unten, Kamera ist ebenfalls in einem steilen Winkel gerichtet. Wirkung von Luftbilder mit grosser Weitsicht.
  • Farbperspektive; dabei führen Farben zu Tiefe und räumliche Wirkung. Insbesondere wenn warme Farbtöne (rot, gelb, orange) im Vordergrund dominieren, und im Hintergrund eher kältere Töne (blau, grün,…)

 

Fosteritos Bilbao
U-Bahnstationen als idealer Spielplatz für Linien, Formen & Geometrie – zum Beispiel in Bilbao, Spanien.

Linien, Formen & Geometrie

Das menschliche Auge erkennt Bilder in Strukturen und Muster. Ein ideales Mittel um Struktur in ein Foto zu bringen, sind die sogenannten führenden Linien resp. Fluchtlinien, wie Diagonale oder Hauptlinien.

Es ist besonders vorteilhaft, wenn solche Linien zum Hauptmotiv führen, resp. vom Hauptmotiv weg führen. Durch diese Linearperspektive entsteht Rämulichkeit. Als Beispiel von solchen Linien nenne ich hier mal Strassen, Mauern, Hausdächer, Bäume, Kabelleitungen, Bergkuppeln. Es gibt aber auch durchsichtige Linien, zum Beispiel die Blickrichtung einer Person oder lineare Schattenwürfe.

Solche Linien, sowohl waagrechte wie auch senkrechte, sind praktisch für eine Bildunterteilung. Im Idealfall wird ein Bild so im Verhältnis des Goldenen Schnitts in verschiedene Bereiche aufgeteilt.

Besondere Wirkung auf ein Foto haben die Diagonalen. Diese führen das Auge des Betrachters in die Tiefe des Bildes. Solche Diagnoale können einfach durch einen leichten Perspektivwechsel erzeugt werden. Durch dieses seitliche Abbilden von Motiven werden zudem auch die Strukturen deutlicher.

Man unterscheidet zwei Tpyen von Diagonalen: Die aufsteigenden Diagonalen verlaufen von links unten nach rechts oben; die absteigenden Diagonalen entsprechend von links oben nach rechts unten. Je geringer die Brennweite des Objektivs ist, umso grösser wird die Wirkung der Diagonalen: In der Weitwinkel-Fotografie ergibt sich so einen besonders starken räumlichen Effekt.

Aber auch andere Formen der Geometrie vermitteln einen gewissen Ausdruck in ein Bild. Kreise oder geschwungene Linien bringen einen harmonischen Touch in ein Foto. Interessant wird dabei auch die Kombination von verschiedenen geometrischen Formen, wenn Diagonale mit kreisrunden und eckigen Formen abgebildet werden.

 

Mario Botta Kirche Maggiatal Mogno Tessin
Linien, Formen & Geometrie in der Mario Botta Kirche in Mogno, Tessin

 

Gletscher in der Aletsch Arena
Die kontrastreiche Strukturen eines Gletschers, zum Beispiel beim Aletschgletscher, im Wallis

Konturen, Struktur & Schärfe

Ein weiteres Gestaltungsmittel der Bildkunst sind die Konturen, die Umrisse eines Bildelements. Die Konturen entstehen bei der Aufnahme in der Regel automatisch. Objekte mit scharfen Kanten und Farbübergänge haben scharfe Konturen, mit klaren Abgrenzungen zu ihrem Umfeld. Starke Konturen führen zu einem konstrastreichen Bild.

Strukturen wiederum sind Muster innerhalb eines Bildelements, die ebenso für Tiefe, Räumlichkeit und Kontrast sorgen. Besonders hervorgehoben werden Strukturen, wenn das Licht von der Seite her auf ein Element fällt. Allfällig hartes Licht verstärkt diesen Effekt, weiches Licht hingegen lassen die Strukturen allmällich verblassen.

Auch die Schärfe resp. bewusst eingefangene Unschärfe haucht Leben in das Foto ein: Ein gestochen scharfes Bild lässt auf dem Bild gewisse Details erkennen, die man sonst kaum wahrnimmt. Durch das Spiel der Blendeöffnungen – auch Bokeh-Effekt genannt – kann ein scharfes Motiv von einem unscharfen Hintergrund hervorgehoben werden. Andersum kann man – wenn man es denn auch bewusst so will – die Bewegung eines fahrenden Zugs oder eines springenden Kindes durch Unschärfe dem Betrachter noch besser rüberbringen.

 

Farbe als Stimmungsmacher

Durch die Farbwahl kann man ein Bild beleben oder beruhigen – durch Farbe bringt man Stimmung in ein Foto. Bei der Aufnahme selber hat man kaum Einfluss auf die Farben des gewählten Bildausschnittes, und dennoch lohnt es sich, bei der Suche nach Motiven sich auf die Farben zu achten.

Verschiedene Töne einer gleichen Farbe (z.B. verschiedene Blautöne im Meer) lässt ein Bild ruhig und harmonisch wirken. Ein Spiel zwischen den Komplementärfarben (z.B. grün & rot) wiederum lässt ein Foto kontrastreich, spannend und intensiv wirken.

Doch Farbe bringt auch Räumlichkeit und lässt Strukturen überhaupt sichtbar machen. Eine Birne zum Beispiel, die nur in genau einer Farbe dargestellt wird, wirkt  zweidimensional. Erst durch Farbübergänge, die durch die Beleuchtung und Schatten der Birne auftreten, erhält sie ihre Kurven und wirkt plastisch, 3-dimensional.

Der Verzicht auf Farbe kann auch als ganz bewusstes Stilmittel gewählt werden. Die Schwarz-weiss-Fotografie erlebt zurzeit ein richtiges Revival. Durch die schwarzweiss Aufnahme wird der Betrachter von den Farben nicht abgelenkt, das ganze Bild besteht primär aus Linien, Formen, Kontraste und Strukturen des Motivs. Auch farblich misslungene Aufnahmen können durch das Überführen in Grauwertbilder zu richtig tollen Fotos werden.

 

Florenz Kathedrale schwarzweiss
Die imposante Kathedrale von Florenz wirkt im Hochformat noch imposanter.

Das richtige Bildformat

Ein Foto ist ein gewählter Ausschnitt der wahrgenommenen Realität. Der entsprechende Ausschnitt kann jedoch in verschiedenen Bildformate aufgenommen werden, und entsprechend wirkt das Bild auch unterschiedlich je nach Format auf den Betrachter. Das Bildformat ist sozusagen die Bühne für das Foto.

Für Fotos mit einem breiten Motiv, einem langen zu betonendem Horizont, eignet sich das Querformat. Hier lassen sich auch Richtung und Bewegung gut gestalten. Ebenfalls kann man im Querformat ganz bewusst Leerraum im Bild erscheinen lassen, um das Motiv besser ins Licht zu rücken.

Das klassische Bildformat für die Portraitfotografie ist das Hochformat. Vertikale Linien und Flächen werden durch dieses Hochformat betont, es entsteht ein deutliches Gefühl von oben und unten. Dieses Gefühl wird gesteigert, wenn der Bildhorizont bewusst sehr hoch oder sehr tief angesetzt wird.

Im Zeitalter von Instagram ist auch das quadratische Bildformat immer wie beliebter geworden. Durch die gleichlangen Seiten wird dabei keine räumlich Dimension wirklich betont, sondern das Bildobjekt steht im Zentrum des Geschehen: Motiv, Struktur, Kontraste, Farbe, Form.

Exzessive Seitenverhältnisse, wie zum Beispiel bei einem 16:9 Panoramaformat, bietet eine scheinbare Gesamtansicht. Diese Funktion der Übersicht ist insbesondere für Landschaftsaufnahmen von grossem Vorteil, da dem Betrachter dank dem grösseren Bildwinkel das Gefühl von grosser Weite vermittelt wird.

 

Zugersee Sonnenuntergang
Ein mittig platzierter Horizont für den Sonnenuntergang am Zugersee, Schweiz

Der Horizont als Orientierung

Einsteiger in der Fotografie neigen dazu, den Horizont eines Bildes stets in der Bildmitte zu legen. Dieser mittiger Horizont kann je nach Situation durchaus angebracht sein – zum Beispiel wenn sich Berge in einem Bergsee spiegeln.

Doch wie bei der Drittelregel bereits gelernt, wirkt ein Bild durchaus interessanter, wenn man die Bildunterteilung etwas von der Mitte weg bringt. Bei einem hohen Horizont wird somit die Linie im oberen 2/3 Bereich des Bildes platziert. Man spricht entsprechend von einem tiefen Horizont, wenn dieser auf der unteren waagrechten Linie der Drittel-Regel ausgerichtet wird.

 

Eigener Bildstil als Visitenkarte

Die Bildgestaltung ist ein sehr kreativer und dadurch sehr spannender Prozess. Jeder Fotograf kann seine Vorlieben hineinfliessen lassen, sei es im Bildaufbau, in der Wahl der Beleuchtung oder beim Vermitteln einer bestimmten Stimmung.

Jedermann und jederfrau bildet sich im Verlauf der Zeit einen eigenen Bildstil, mit starkem individuellen Charakter – und dieser persönliche Bildstil entwickelt sich im Verlauf der Zeit auch immer weiter.

Genau das finde ich das Spannende an der Fotografie: Das Resultat ist eine persönliche Ausdrucksform des Erlebten, und jeder ist frei, wie man ein gewünschtes Foto am besten gestaltet.

Alle erwähnten Regeln dienen mir als Hilfsmittel, als Hintergrundinformation, als Wissen welche bewusst gewählten Massnahmen welchen Einfluss auf das Endresultat haben könnten – und dennoch bin ich ein grosser Anhänger davon, die Regeln regelmässig zu brechen.

Um so auch einen eigenen Bildstil zu erlernen, zu entwickeln, zu pflegen.

Denn schliesslich gilt immer noch: Übung macht den Meister. Lasst uns einfach weiter üben!

 

Was denkst Du zu den angesprochenen Fotoregeln? Welche Regeln findest Du völlig überbewertet? Welche fotografische Massnahmen habe ich hier gar nicht erwähnt?

Ich freue mich auf Deinen Input in den Kommentaren.

 

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